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Johannesburg

Johannesburg liegt stattliche 1753 Meter über dem Meer. Die Stadt ist im wahrsten Sinne auf Gold gebaut. Sie hat mehr Sonnentage als Kalifornien, und selbst im Winter sind zwar die Nächte kalt, aber die Tage warm. Es ist die größte Stadt Südafrikas. Wenn man neben der Kernstadt noch die schwarze Vorstadt Soweto hinzurechnet, umfaßt die Metropole Johannesburg mehr als vier Millionen Menschen. Hinzu kommen noch die Armen Siedlungen am äußeren Stadtrand.

Johannesburg kann- was seine Lage anbelangt – mit Kapstadt nicht mithalten, hat jedoch eine eigene, ganz andere Faszination. Die Atmosphäre ist prickelnd, der Lebensstil schnell, Atem- und manchmal rücksichtslos wie in den Gründerjahren. Alles dreht sich um Geld und Geschäft. Johannesburg ist das Handels- und Finanzzentrum mit der Börse, dem größten Flughafen, den breitesten Straßen und den höchsten Wolkenkratzern des Landes. Der Blick von der Aussichtsplattform im Carlton Center auf die glitzernde Skyline einer Millionenstadt, vermittelt sofort die Einsicht, daß hier der wirtschaftliche Puls Südafrikas schlägt. In seiner hundertjährigen Geschichte ist Johannesburg dreimal neu gebaut worden. Die Grundstückspreise in der Innenstadt sind so hoch, daß es sich lohnt, alte Häuser einfach abzureißen, um neue, höhere zu bauen. Es gibt zwei Universitäten.

Johannesburg heißt in den schwarzen Sprachen E’goli, Ort des Goldes. Denn mit Gold fing alles an. Georges Harrison, ein australischer Bildhauer, der schon in seiner Heimat nach Gold gesucht hatte, kam 1886 auf einer Reise zum Ost Transvaal hier her und erkannte den Goldgehalt der Steine. Was danach geschah, ist als der größte Goldrausch aller Zeiten in die Geschichte eingegangen. Goldgräber aus drei Kontinenten machten sich auf die beschwerliche Reise. In jenen Tagen war allein die Strecke von der Küste ins Landesinnere noch ein Abenteuer. Aus einem Lager mit Zelten und selbstgezimmerten Hütten entstand die Stadt, in der Gold auch noch heute eine große Rolle spielt.

Soweto

Soweto (eine Kurzform für den Südwestlichen Stadtteil) befindet sich 20 km südwestlich von Johannesburg. Hier leben auf ungefähr 100 Quadratkilometer zwischen 1.5 und 4 Millionen Menschen (Zensus verändert sich ständig wegen der extrem hohen Mobilität). Soweto ist die grösste Stadt um Johannesburg, konzipiert für die schwarze Bevölkerung. Wie alle südafrikanischen schwarzen Vororte sit Soweto ein Mix aus kleineren Stadtteilen, Hütten udn Blechhütten. Die Einwohner von Soweto sind eine homogene Gruppe. Ethnisch gesehen sind sie jedoch sehr gemischt; die grösste Gruppe sind die Zulus mit ca. 33% der gesamten Population. Es gibt einige wenige gutsituierte Menschen in Soweto und nur eine kleine Anzahl der mittleren Einkommensgruppe. Die Mehrheit der Menschen lebt jedoch in Slumm- Bedingungen. Nur einige haben ein regelmässiges Einkommen und Schätzungen der Arbeitslosigkeitsrate der Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter liegen bei 50 – 80%.

Soweto spielte eine entscheidende Rolle bei dem Kampf gegen Apartheid. Soweto war praktisch gesehen im “Kriegszustand” seit 1976 als die ersten protestierenden Studenten umgebracht wurden. Dieser Zustand hielt bis 1994 an. Während dieser Zeit starben viele Tausend.

Heute können Besucher Soweto sicher mit einer geführten Tour besichtigen. Es mag grotesk erscheinen, dass man Soweto nur als eine andere Touritenattraktion behandelt, jedoch muss man Soweto gesehen haben, um südafrikanische Realität richtig einschätzen zu können.

 

 

 

 

 

 

 

 

Pretoria

Über Pretoria thront das Union Building. Von hier wird das Land regiert, wenn das Parlament nicht in Kapstadt tagt, Den Regierungssitz baute der bekannte Architekt Sir Herbert Baker nach der Gründung der Südafrikanischen Union 1910. Das imposante Gebäude mit einem Amphitheater ist umgeben von einem herrlichen Park, an dem die Residenzen von Ministern und Botschaftern liegen. Der Unterschied zwischen den Nachbarstädten Johannesburg und Pretoria können kaum größer sein: Die eine Stadt ist vital und kosmopolitisch , die andere lebt ruhig und zurückgezogen. Im Oktober verwandelt sich die Stadt in ein Blütenmeer. 70000 Jacarandabäume, die mehr als 500 Kilometer Straße säumen, verbreiten dann ein zartlila Licht.

Lesedi Cultural Village

Am Fuss des Magabliesberges gelegen, eine Stunde nördlich von Johannesburg, befindet sich “Lesedi”. “Lesedi” ist ein multikulturelles Dorf, in dem Familien der Zulu- Nation, der Xhosa-, der Pedi- und der Basotho- Nation in ihren traditionellen  Häusern leben. Besuche sind entweder halbtags, ganztags oder als Übernachtungserfahrung (16 Zimmer) möglich. Das “Monati” (Mittagessen) und “Boma” (Abendessen) sind jeweils 2.5- stündige Erfahrungen, gefolgt von einer audiovisuellen Präsentation, die die Lebensweise der einzelnen ethnischen Gruppen darstellt. Besucher werden dann durch die 4 verschiedenen Hausarten geführt. Anschliessend werden Stammestänze aufgeführt, bevor die Gäste an einem “Pan afrikanischen Fest” teilhaben, welches Gerichte aus Süd- Nord- und Ostafrika anbietet.

Gold Reef City

Da keine Gebäude aus der Zeit des Goldrausches erhalten sind, wurde diese Stadt nachgebaut, um so die alten Zeiten wieder lebendig werden zu lassen. Es gibt verschiedene Nachbauten von Wohnhäusern, eine Zeittungsdruckerei, eine Brauerei, ein Theater, eine Bank, eine Feuerwehr und ein Hotel. Stadtrundfahrten durch Gold Reef City werden mit einer kleinen Eisenbahn oder in Kutschen angeboten. Die alte Goldmine unter der Stadt kann besichtigt werden. Angeschlossen ist ein Vergnügungspark.

Cradle of Human Kind

Als Cradle of Humandkind (Wiege der Menschheit) werden seit einigen Jahren die Fundstätten hominider Fossilien in Südafrika bezeichnet. Insbesondere sind damit jene Stätten gemeint, die auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO eingetragen sind.

1999 wurde ein 25.000 Hektar großes Gelände, ungefähr 50 Kilometer nordwestlich von Johannesburg in der Provinz Gauteng, so geschützt. Es umfasst ein Dutzend Kalkstein-Höhlen (Dolomit), in denen zahlreiche Überreste fossiler Pflanzen, Tiere und – in bisher sieben der zwölf Höhlen – von Vormenschen gefunden wurden. Einbezogen sind unter anderem die Höhlen von Sterkfontein, Swartkrans sowie die Wonder Cave und Coopers Cave von Kromdraai. Nahezu ein Drittel aller bislang bekannten Vormenschen-Fossilien wurde hier entdeckt

 

 

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